Wir wollen mit der Wiedereröffnung des Infoladen SABOTNIK eine Vernetzung linker, alternativer Strukturen in Erfurt möglich machen. Dafür wollen wir im Netz aber auch real einen Ort schaffen, an dem Termine und Infomaterial für Veranstaltungen und Aktionen aus Erfurt erhältlich sind und somit auch die Mobilisierung für alle erleichtern. Auch Infoveranstaltungen und Lesungen zu aktuellen Themen und Aktionen sind geplant – gern auch in Kooperation mit anderen Gruppen.
Wir wollen außerdem eine Anlaufstelle für politisch interessierte aber nicht organisierte Menschen sein, bei der sie sich informieren, diskutieren und auch Leute und Strukturen kennen lernen können. Damit wollen wir emanzipatorische Inhalte in die Breite tragen.
Im Infoladen / Lesecafe SABOTNIK gibt es einen offenen Computer mit Internetzugang, eine Bibliothek, Zeitungen und Zeitschriften, aktuelle Flyer und Plakate, T - Shirts, Buttons, Aufnäher, etc. sowie Getränke und Knabberzeug.
Ihr könnt dort Leute treffen, einen Kaffee oder Ähnliches trinken, lesen, die neuesten Infos über Veranstaltungen und Aktionen erfahren oder einfach nur abhängen. Geöffnet ist der Infoladen jeden Dienstag von 16-19 Uhr (vor dem offenen Antifa Treffen).
Am 15.07.08 findet ab 16.00 Uhr die Eröffnungsparty mit Sekt, Filmen und DJ "Gymnastic Män" (Electro / Big Beat) statt.
Am Donnerstag, dem 19.6. findet um 20.00 Uhr im Cafe Kabale eine Veranstaltung unter dem Titel Geschichte der Firma Topf & Söhne statt.
Die Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis
Geschichtsort Topf & Söhne lädt ein zur Veranstaltung "Die 'Ofenbauer von Auschwitz' nach 1945" mit dem Historiker Philipp Kratz.
Die Erfurter Firma J.A. Topf & Söhne fertigte während des Zweiten
Weltkriegs Krematorien und Lüftungsanlagen für die Gaskammern der
nationalsozialistischen Arbeits- und Vernichtungslager. Damit stellten
sie jene Technik zur Verfügung, die den industriellen Massenmord erst
ermöglichte. Während die Firmengeschichte bis 1945 relativ genau
erforscht wurde, ist über die Zeit danach wenig bekannt.
Der Historiker Philipp Kratz stellt in seinem Vortrag neueste
Forschungsergebnisse über die Nachkriegsentwicklung des Unternehmens in
Westdeutschland vor. Im Mittelpunkt steht dabei der einstige
kaufmännische Geschäftsführer und Mitinhaber Ernst Wolfgang Topf, der
zunächst in Wiesbaden, dann in Mainz die Firma weiterführte.
Die Fortsetzung der Firmengeschichte von Topf & Söhne stellt auch Fragen
an den Umgang mit der NS-Vergangenheit in Westdeutschland: In welchem
politischen Klima konnten die "Ofenbauer von Auschwitz" nach Kriegsende
wieder einen Neuanfang in der jungen Bundesrepublik wagen?
Die Veranstaltung findet am Dienstag, dem 17. Juni 2008, um 19 Uhr
in der Begegnungsstätte Kleine Synagoge in Erfurt statt.
Die Postkartenaktion zum Erhalt des besetzten Hauses geht weiter. Ab sofort sind wieder Postkarten im besetzten Haus erhältlich, die verschickt werden können. Jeden Dienstag zwischen 16 und 19 Uhr können die Postkarten abgeholt und auch abgegeben werden.
Am Donnerstag, dem 12.6. wird um 19.30 Uhr der "Onkel-Emmas-Preislos-Laden" im besetzten Haus eröffnet. Euch erwartet ein Soli-Kuchenbasar für die
'wir bleiben alle'-Gruppe
, eine Bar mit leckerem Salat, Musik, die "ironic" Modeschau und ein Klaucontest.
Nach der Eröffnung hat der Laden jeweils am Donnerstag von 18-22 Uhr geöffnet.
Im vorigen Jahr waren einige Mitarbeiter_innen der niederländischen Geschichts-Doku-Serie "In Europa" in Erfurt zu Gast. Vor kurzem wurde die daraus entstandene Dokumentation fertiggestellt. Der ca. 40minütige Film befasst sich thematisch mit Buchenwald und Topf & Söhne und ist größtenteils in niederländischer Sprache. Allerdings sind die Interviews auf Deutsch, so dass große Teile des Films sehr gut verständlich sind. Der Film spart leider die aktuellen Entwicklungen um den Geschichtsort in Erfurt und die Besetzung des Geländes komplett aus. Ansehen könnt ihr ihn hier.
Ab Donnerstag, dem 8.5. eröffnet das Kino "Flimmerkiste". Jeden 2. Donnerstag läuft ab 20.00 Uhr ein Film, dazu gibt es veganes Essen und Getränke. Das Programm für die nächsten Monate gibts hier:
08.05. Drei Tage im April
22.05. No Lager Nowhere & ein Dokumentarfilm über Grenzcamps
05.06. Bambule in Hamburg
19.06. Land and freedom
03.07. Persepolis
17.07. Freedom downtime
31.07. The navigators
Am Dienstag, dem 6.5. findet ab 19.00 Uhr das offene Antifa-Cafe im besetzten Haus statt. Es gibt veganes Essen, Getränke und ein Überraschungsthema.
Sexuelle Gewalt ist eine alltägliche und allgegenwärtige Realität, die
an öffentlichen Orten genauso wie in vertrauten Umgebungen erfahrbar ist
und über die trotzdem niemand redet. Sexuelle Gewalt wird als Thema
regelmäßig verdrängt, beiseite geschoben, verharmlost und/oder
nachlässig verhandelt bzw. ignoriert. In der Regel läuft das dann darauf
hinaus, dass Betroffene mit ihren Erfahrungen alleine bleiben und die
erlebten Verletzungen alles andere sind, als Teil der politischen
Fragen, die sich der Freund_innenkreis und/oder die Polit-gruppe gerade
stellt.
Wir möchten in unserem Workshop stattdessen versuchen, uns der Realität
von sexueller Gewalt theoretisch anzunähern und herausfinden, was das
mit alltäglichem Sexismus und Geschlechterrollen zu tun hat. Vor allem
geht es uns aber um die Entwicklung von Strategien, die eine
Thematisierung möglich machen und die einen aktiven, politischen Umgang
mit sexueller Gewalt und eine solidarische Haltung zu Betroffenen
bedeuten können....
Der Wortkshop der Gruppe GAP (Gruppe antisexistische Praxis Berlin) "Strategien gegen Sexismus und Sexuelle/sexualisierte Gewalt" findet am 26.4.2008 ab 14.00 Uhr im besetzten Haus statt und wird für Freund_innen der Besetzer_innen organisiert.
Am letzten Wochenende hat das 7-Jahre-besetzt-Festival erfolgreich stattgefunden. Nicht zuletzt gelang dies aufgrund der Hilfe vieler verschiedener Leute, die uns unterstützt haben. Deshalb möchten wir allen danken, die Torten gebacken haben, uns gegenüber den Ämtern in der Stadt unterstützt haben, Essen gespendet haben, den Ermittlungsausschuss gestellt haben, uns Werkzeug zur Verfügung gestellt haben, uns eine PA geliehen haben, beim Bauen geholfen haben, Geld fürs Bauen gespendet haben, den offenen Brief initiiert oder unterschrieben haben, die Postkartenaktion initiiert haben und allen die wir in dieser Aufzählung vergessen haben. Außerdem danken wir natürlich allen Bands, DJs und Vortragenden die trotz der unsicheren Situation angereist sind.